Der Wettergott war mit ihnen, beim 3., inzwischen internationalen Benninger Sommerbiathlon

Die Wetterprognosen verhießen wirklich nichts Gutes für das erste Juniwochenende. Sollte der 3. Benninger Sommerbiathlon tatsächlich unter Blitz, Donner und Wolkenbruch leiden, wie von den Meteo-Fröschen vorhergequakt? Und damit den vielen engagierten Helfern des veranstaltenden Ski-Clubs die monatelange Organisation zunichte machen? “Ha, was sollsch dann scho' mache'? Wenn's regnet, dann regnet's halt”, lächelte der 2. Vorsitzender Uwe Meixner noch vor dem ersten Startschuss buddhistisch in den Himmel. Auf gut Schwäbisch: 'S isch halt wie's isch - und doch blickten viele, die sich vor der Gemeindehalle versammelt hatten, immer wieder gebannt nach oben. Es wirkte, als pusteten sie die satten Wolken hinüber in die Nachbargemeinden.

Um es vorweg zu nehmen: Der Wettergott meinte es am Samstag, den 4. Juni, an dem es in der südlichen Hälfte Deutschlands fast nirgendwo ein Gewitterentrinnen gab, gut mit dem Ski-Club. Nur wenige der insgesamt 71 Teilnehmer wurden wirklich nass, weil die prall gefüllten Regenwolken einen gönnerhaften Kreis um Benningen zogen und die Sonne recht lange aufs Gelände hinunterstrahlen ließen.

Tatsächlich verregneten sie nur die anfänglichen Schülerwettbewerbe um die Mittagszeit. Doch weil Kindern der Regen naturgemäß wenig ausmacht und die begeisterten Zuschauer die Kids ordentlich anfeuerten, war das Thema Wetter schnell vergessen. 300 Meter mussten die Kids laufen und, ähnlich wie auf der Kirmes, mit Tennisbällen Wasserflaschen umwerfen. Bei den Schülerinnen machte dies Miara Vogelsang am besten, bei den Jungs siegte Tim Fischer vor Ben Lahmeyer. Im Staffelwettbewerb “Männlich 8 – 9 Jahre” war die TSV-Jugend schneller als “Die Wilden Flitzer” und im Wettbewerb “Männlich 10 – 11 Jahre” war das Team “N-K-L-N-” etwas flotter unterwegs als die “Jedi Kids”.

Anschließend gingen die Frauen an den Start, die, wie alle anderen Erwachsenen, 3 x 600 Meter laufen und mit Lasergewehren sowohl im Liegen als auch im Stehen je fünf Mal auf die Zielscheibe feuern durften. Catrin Schulze gewann in 11:44,3 Minuten vor Carolin Renz in 13:02,8. Dritte wurde Kerstin Thullner (13:34,6), die Plätze vier und fünf belegten Birgit Renz (14:17,2) und Stefanie Fritz (aufgegeben).

Der Männerwettbewerb brachte dann die internationale Note hinein: Motiviert durch den Asylkreis Benningen, nahmen mit Bruno Gnagniko und Skante Tchanta zwei Gambier aus dem Containerdorf teil – wohlgemerkt an einer für sie vorher völlig fremden Sportart! Sie schlugen sich dennoch wacker und erhielten von den Zuschauer entsprechend aufmunternden Beifall.  Bruno Gnagniko wurde Dritter mit 13:06,4 Minuten, Skante Tchanta belegte den 5. Platz in 21:10,8 Minuten. Den Wettbewerb gewann Cedric Vogel in 10:57,9 Minuten. Er verwies damit unseren immerzu sportlichen Bürgermeister Klaus Warthon auf den zweiten Platz (12:08,4). Der, sowieso etwas angeschlagen ins Rennen gegangen, nahm das Klassement gelassen zur Kenntnis und rief dem Verein über die Lautsprecher lobende Worte fürs erfolgreiche Etablieren dieser Veranstaltung im Gemeindekalender zu. Den 4. Platz belegte übrigens Andreas Philipp in 13:32,0 Minuten.

Bruno Gnagniko und Skante Tchanta waren jedoch nicht die einzigen afrikanischen Gäste: Im Teamwettbewerb nahm das “Team Gambia” mit vier weiteren Männern aus dem Containerdorf teil. Zwar wurden sie Zehnter von 10 Teams, dennoch hatten sie sichtlich Spaß an der Sache und behielten bei alldem immer ein Lächeln im Gesicht. Der Ski-Club hatte aber nicht nur deshalb allen Grund, sich bei ihnen zu bedanken, denn die sechs Gambier packten auch beim Aufbau und Abbau kräftig mit an!

In sportlicher Hinsicht gab es beim Teamwettbewerb (eine Staffel mit je vier Athleten pro Team)  eine – nach einjähriger Pause - wiedererlangte Titelverteidigung: Die AH 1 des TSV siegte mit Lagershausen, Thums, Brendel und Schmugge in 42:28,0 Minuten souverän vor den “Cool Runnings” (Schneider, Schultze, Hummel, Zenk, 44:43,0 Minuten) sowie “Funsport 158” (Thullner, Fink, Thullner, Kleinhans, 45:32,3 Minuten). Des Weiteren nahmen folgende Teams teil: “Vamos” (4. Platz), “KED” aus Freiberg (5. Platz, das einzige Firmenteam), die Kirbebuben 2016 (6. Platz), die “BOVOBA's” (7. Platz), die AH 2 des TSV (8. Platz) sowie ein sehr stark bemühtes Team des veranstaltenden Ski-Clubs (9. Platz). Erwähnenswert ist die Leistung von Kerstin Thullner: Sie nahm am Einzelwettbewerb und anschließend am Teamwettbewerb teil und wurde jeweils Dritte. Hut ab!

Bei der abschließenden Siegerehrung und einem schönen Gruppenbild mit allen Teilnehmern bedankten sich die 1. Vorsitzende Heidrun Beck und der neue SCB-Sportvorstand Bernd Beutel herzlich und gut gelaunt bei allen Teilnehmern, den vielen Helfern und den mittlerweile acht Sponsoren des Festes.

Und auch dem stets hochmotivierten Orga-Team des Ski-Clubs machte die Veranstaltung wie immer großen Spaß: Die vielen warmen Semmeln mit Thüringer Roster und Schweinehals gingen weg wie ebensolche und auch das traditionell leckere Kaffee- und Kuchenbüffet sowie die abendliche Bar fanden trotz der unsicheren Wetterprognose großen Zuspruch. Für den Ski-Club steht daher außer Frage. Der Sommerbiathlon kommt wieder, nächstes Jahr, an einem schönen Sonnentage!

Der Skiclub bedankt sich bei allen Helfern, Sportlern, Gäste und Besucher, den Sponsoren, der Gemeinde Benningen und den Anwohnern für ihr Verständnis.

J.S.


Einen riesen Dank an Manfred Kubik für die tollen Bilder!
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Sommerbiathlon 2016