Radlertage im UNESCO-Biosphärenreservat auf der Schwäbischen Alb

Radtour 2017

Nach der langen Hitzeperiode kam kurz vor unserem Rad Event der plötzliche Wetterwechsel. Der Wetterbericht löste keinen Jubel aus. Bei der Anfahrt am Albaufstieg wurden die Bedenken nicht kleiner, man brauchte den Scheibenwischer. Das UNESCO-Biosphärengebiet auf der Schwäbischen Alb war diesmal das Ziel unserer Radgruppe. Ein seit 100 Jahren familiengeführter Gasthof in Indelhausen im Großen Lautertal war für die 30 Radler das Standquartier für 4 Tage. Die eigene Hausschlachtung trug wesentlich zum schmackhaften Essen bei. Eine überaus freundliche Chefin und ihr Personal sorgten für einen angenehmen Aufenthalt.

Pünktlich um 13.00 Uhr am Sonntag begrüßte Radlerchef Manfred Bürkle die Radler zur Eröffnungstour. Beim Blick zum Himmel musste man einfach etwas mutig sein, um in die Pedale zu treten. Im Gestütsgasthof Marbach waren wir zu Kaffee und Kuchen angemeldet. Die Frage: "Where are the horses" stellte sich uns nicht. Petrus muss ein Radler sein und die SCBler mögen, denn ab dieser Stunde wurde das Wetter immer besser und es folgten sonnige Tage.

Auf unterschiedlichen Touren waren vier Gruppen an den folgenden zwei Tagen unterwegs. Ein Burgenerlebnis ist das Tal der Großen Lauter, eines der schönsten Täler auf der Schwäbischen Alb. Wiesen und Felsen säumen den Radweg von der Quelle bis zur Mündung in die Donau. Weitere Höhepunkte: Drei Tälertour - Lauter - Donau - Zwiefalter Ach; die schönsten Flusslandschaften - Donau - Schmiech - Heutal - mit rasanter Abfahrt zur Lauter. Stellte sich unerwartet eine Rampe vor die Radler, ließen sich fast alle von einem Elektromotor unter die Beine greifen. Auch die Rennradler kamen auf verkehrsarmen Straßen voll auf ihre Kosten. Das Münster in Zwiefalten wurde von allen besucht und ließen sich von der Baukunst des Barocks beindrucken.

Am traditionellen Abschlussabend wurde diesmal kein Wettbewerb ausgetragen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Annerose und Günter Adam von Manfred geehrt. Der SCB bedankte sich mit Nadel, Urkunde und einem Präsent. Ein fester Programmpunkt ist jedes Mal Klaus Lang. Für seinen launigen, gereimten schwäbischen Vortrag aus eigener Feder wurde er mit kräftigem Applaus belohnt. Ein Zeichen, dass der Beitrag gefallen hat.

Am letzten Tag hatten die Räder Pause. Bei bestem Wetter besuchten wir nach kleiner Wanderung die Wimsener Höhle. Diese Höhle ist die einzige mit dem Boot befahrbare Schauhöhle in Deutschland. Eine Fährfrau brachte die Radler ins mystische Erdinnere der Schwäbischen Alb. Geologie und Geschichte zum Anfassen. Im Gasthof direkt an der Höhle stärkten sich alle für die Heimfahrt. Eine schöne und erlebnisreiche Ausfahrt in einem Gebiet, in dem man noch "Natur pur" erleben durfte, war zu Ende. Alle Teilnehmer strahlten mit der Sonne um die Wette und waren sichtlich zufrieden. Großes Lob durfte Radlerchef Manfred Bürkle mit seinem Team Margarete und Klaus Lang entgegennehmen. 30jähriges Jubiläum feiern die Radler im nächsten Jahr. Eine Herausforderung für das Orgateam, ein interessantes Ziel zu finden.

Klaus Lang